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Kirche Schmorkau

Die Kirche wurde schon 1266 erwähnt. Ihr Standort ist der auf einem Hügel gelegene und durch große Bruchsteinmauern abgestützte und eingefriedete Schmorkauer Friedhof oberhalb der Straße des Friedens. Zu erreichen ist sie über eine lange Treppe, die ehemals dem Rittergut gehörte. Sie war früher auch die Kirche des im 30Jährigen Kriegs verwüsteten Nachbardorfs. Dadurch ist ihre Lage auf dem Hügel zwischen beiden Dörfern zu erklären.

 

 

Die Kirche Schmorkau ist von der Romanik geprägt. Sie besteht aus einem Langhaus mit einem Chorturm, an den sowohl die Sakristei als auch die ehemalige Rittergutsloge und der dazu gehörende Treppenaufgang angebaut worden sind.


Von außen schön saniert und ein Blickfang auf der Zugfahrt von Oschatz nach Riesa, bot die Kirche doch im Inneren lange Zeit ein in Teilen desolates Bild. Teile der Decke waren durchgebrochen, der Putz an vielen Stellen geschädigt. Doch die Finanzierung einer Innensanierung war für die kleine Gemeinde lange Zeit nicht in Sicht.

 

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Erst als der Kirchenvorstand es wagte, das Sanierungskonzeot insgesamt zu ändern, kam Bewegung in die Sache. Im Ergebnis konnte im Jahr 2015 eine Sanierung durchgeführt werden, verbunden mit einem Umbau. Altarraum und Kirchenschiff sind nun durch eine Holz-Glas-Kontruktion getrennt, wobei durch das Öffnen der unteren Ebene beide Gebäudeteile auch in Zukunft gemeinsam genutzt werden können. Als reguläre Gottesdienststätte dient aber in Zukunft nur noch der Altarraum.  

 

Die Sanierung - nach einem Konzept des Planers Stefan Bunke (Heynitz b. Nossen) - umfasste folgende Punkte:

 

- Abbau des Altars von 1884, der durch seine Größe eine Nutzung des Altarraums für Gottesdienste nicht möglich gemacht hätte;

- Freilegung der ursprünglichen Farbfassung an der Ostwand und der Apsis;

- Freilegung des romanischen Fensters an der Ostseite;

- Öffnung der Chorraumempore zum Altarraum hin;

- Einbau eines neuen Sandsteinfußbodens zur Schaffung eines barrierefreien Zugangs;

- Einbau eines behindertengerechten WCs.

 

Zudem wurden im Zuge der Sanierung das frühere Altarbild des aufestandenen und segnenden Christus über dem neuen Südeingang sowie die Gedenktafeln der Gefallenen der beiden Weltkriege im Altarraum angebracht. Der Taufstein fand einen neuen Platz unter dem Südfenster.

 

Auch wenn der Abschied von der liebgewordenen Einrichtung der Schmorkauer Kirche nicht leicht fiel, hat sich die Gemeinde doch auf diesen Weg der Erneuerung gemacht. So sangen wir zur Wiedereinweihung am 1. November 2015 unter anderem das Lied "Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist".

 

Einige Impressionen vom Einweihungsgottesdienst am 1. November 2015 (Fotos von Frank Hentschel):

 

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Der Altar wird geschmückt    
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Altarweihe    
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